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Diabetes mellitus
und der Zusammenhang mit der Podologie
Diabetes mellitus Typ 2 ist mittlerweile eine “Volkskrankheit”.
Es sind in der Bundesrepublik Deutschland mindestens 6 000 000 Menschen davon betroffen,
aber leider gibt es nur wenig spezialisierte Fachkräfte / Podologen die sich des Problems
des diabetischen Fußes annehmen.
Seit Jan. 2003 kann der behandelnde Arzt / Diabetologe für Diabetiker mit Folgeerscheinungen eine
Heilmittelverordnung 13 ausstellen und zu einem Podologen / einer Podologin überweisen.
Hierzu zählt vor allen Dingen:
Der diabetische Fuß mit seinen verschiedenen Komplikationen:
- neuropathischen Beschwerden mit Schweißreduktion und starken Keratosen
- PAVK mit Druckgeschwüren in den Akren / Apexbereichen / Ballenbereichen / Fersen ...
Bei der Neuropathie handelt es sich um eine Schädigung der Nerven, bevorzugt im
Bereich der Füße und Beine. Seltener trifft dies auf Hände und Arme zu.
Diese Beschwerden treten an den am weit entferntesten Regionen als ersten auf (Zehen,
Füße, Finger / Hände). Dabei steht im Vordergrund das abgeschächte oder fehlende
Gefühlsempfinden. Mißempfindungen wie Taubheit, Kribbeln, Ameisenlaufen, Pelzigkeit das
Gefühl der Kälte obwohl die betroffenen Stellten warm sind.
. Verletzungen durch kleine Steine, Nadeln, Holzsplitter (Gartenarbeit) im
Schuh, zu heißes Badewasser, zu heiße Wärmflasche werden nicht gespürt.
Auch durch den nicht bemerkten, zum Teil starken Druck einer sonst harmlosen Schwiele in zu
engem Schuhwerk kann es darunter zu einer Blase bis hin zum Ulcus / Geschwür kommen.
Die Reibung erzeugt Wärme, zum Schutz produziert der Körper Flüssigkeit.
Es kommt zur Flüssigkeitsansammlung unter der Schwiele (Blase) die durch den veränderten
(verlangsamten) Stoffwechsel nicht abtransportiert wird.
Die Gefahr ein Ulcus (Geschwür) zu bekommen ist bei den Veränderungen sehr groß.
Oft werden die Selbstkontrollen vernachlässigt: Tägliches Ansehen der Füße von unten ggf.
mit einem Spiegel. - Denn was man nicht merkt wird oft nicht beachtet! -
Dieses geht schlimmstenfalls in eine Entzündung über.
Da diese Anzeichen oft durch die Gefühlsbeeinträchtigung nicht frühzeitig wargenommen werden
stellt sich nach dem Abtragen der Hornhaut ein Ulcus dar.
In Kombination mit einer Durchblutungsstörungen kann es sogar bis hin zur Amputation führen.
Hier sind die Podologen / die Podologinnen gefragt! Durch regelmäßige qualifizierte
Keratosenbehandlung, mit eingehender Beratung des Patieten in Bezug auf häusliche
Pfege der Füße kann oft eine solche Komplikation vermieden werden.
Das Risiko des Diabetikers eine Amputation zu erleben, ist gemessen an der Gesamtbevölkerung
mit 72 % recht hoch. Je nach Altersgruppe 15 bis 50 mal so haoch wie bei Nichtdiabetikern.
Deshalb ist es wichtig eine ausführliche Beratung, gute Pflege und Behandlung von so extrem
gefährdeten Patienten zu erreichen.
Durch die Fehlinformation des Sympathikus Überwärmung des Fußes kommt es zu Schweißredunktion
die Haut des Fußes trocknet aus. -
Schwielen Bildung mit Tendenz der Rhagadenbildung. (Austrocknung der Haut mit Einrissen).
Durch diese Einrisse in der verdickten trockenen Hornschicht zum Teil einhergehend mit Einblutungen
kann es zum Eindringen von Keimen und daher zu einer Entzündung kommen. Dem so genannten
Erysipel oder schlimmsten falls zur Phlegmone (tiefgreifende Entzündung mit Beteiligung der Muskeln
und Sehen, ja sogar der Knochen) mit Fieber - Schüttelfrost - Sepsis (Blutvergiftung) kommen.
Auch hier kann der Podologe bei konsequenter und fachlicher Therapie dem ganzen vorgreifen.
In erster Linie ist eine gezielte Beratung über Reinigung der Füße, die Handhabung der Pflegeprodukte,
Einlagenversorgung vom Orthopädietechniker, geeignetes Schuhwerk und Anleitung zur täglichen
Selbstkontrolle erforderlich. Auch kann es nötig werden Familienmitglieder hinzuzuziehen z. B.
wenn zum Fußsyndrom noch eine Augenschädigung / Sehbeeinträchtigung hinzukommt.
Auch kommt es durch die Neuropahtie zu Veränderungen an den Muskeln und Sehen. Im Vordergrund
stehen hier das Abflachen des Quergewölbes, dem so genannten Spreizfuß mit Bursitis ( Schleim-
beutelentzündung) bis hin zum Hallux valgus (der X-Zehenstellung). Krallenzeh-Stellung oder
Hammerzeh-Stellung. = Druckbelastung im Zehenspitzen / Nagelbereich, dorsaler Anteil der
Zehengelenke. Zum Teil mit starken Deformierungen der Nägel und Entzündungen in den
Falzbereichen.
Durch eine konsequente Zusammenarbeit und Behandlung von den verschiedensten Fachrichtungen:
Orthopäden, Schuhtechnikern, Podologen ggf. Chirurgen kann hier dem Patienten ein akzeptables
Therapiekonzept erstellt werden.
- Meine Behandlungsschwerpunkte werden daher sein:
die stadiengerechte Versorgung des diabetischen Fußes als Spätfolge des Diabetes mellitus mit
seinen im Vordergrund liegenden, neurologischen Beschwerden:
massiven Keratosen / Callositas sowie die Behandlung der Rhagaden, Nageldeformitäten,:
eingewachsener Nagel (Unguis incanatus), Zangennagel, Rollnagel, Holznagel, Krallennagel
(Onychogryphose), verdickter Nagel (Onychoauxis), gesplissener Nagel (Onychochisis),
gerissener Nagel (Onychohexis), Lösung des Nagels (Lyse), Nagelprothetik.
Nagelwallentzündungen (Panatitium) sowie Hypergranulationsgewebe (wildes Fleisch).
Gegebenenfalls Spangentechnik nach Fräser bei stark veränderten Nägel mit der Tendenz zum
Einwachsen. Ebenso das Behandeln Onychomycosen, Dermatomycosen, von Warzen (Verucca),
Druck - und Reibungsschutz bei Zehendeformitäten mit Orthesentechnik. Beratung bei Beschwerden
in Punkto Schuh- und Einlagenversorgung. Verhaltens- und Pflegetips zur Erhaltung der Gesundheit.
In Kooperation mit Allgemenmedizinern, Internisten, Diabetologen, Orthopäden, Chirurgen,
Otrhopädietechnikern / Orthopädieschuhmachern und Krankengymnasten.
Nur wenn alle einen Weg verfolgen kann es zu einem gemeinsamen Ziel führen!!!.
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